In Pakistan starten wir nun zum zweiten Mal ein „Wave Project“. 

Um die Situationen vor Ort zu verstehen, haben wir die Menschen besucht, die Ihre Hilfe benötigen.

Im nächsten Jahr werden wir die ersten Gelder nach Pakistan bringen. 


Wie in vielen Ländern, gibt es hier private und öffentliche Schulen. Doch sind die Unterschiede immens. In der Provinz Punjab gibt es rund 2000 öffentliche und 8000 private Schulen. Die öffentlichen Schulen sind überfüllt. Es gibt keine Hygiene-Vorschriften oder Grenzen bei den Größen der Schulklassen und das vorhandenen Schulmaterial ist begrenzt. Da keine Schulen in der näheren Umgebung sind oder die Familien diese nicht bezahlen können, gehen viele der Kinder gar nicht zur Schule. 


Nach Absprache mit dem Direktor der Schule "Madni Academy", werden wir eine Spendenaktion starten, um Kindern, die in Zelten leben oder arbeiten, zu unterstützen. Mit Ihrer Hilfe können wir mehr Kinder von der „Straße“ holen und ihnen einen Zugang zur Bildung verschaffen.

Das Schulsystem in Pakistan
Längst nicht alle Kinder in Pakistan gehen in die Schule. Nur 73 von 100 Kindern werden eingeschult. Von Regierungsseite setzte man sich das Ziel, allen Kindern zumindest eine Grundausbildung in der Schule zu ermöglichen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Es gibt in Pakistan ein Schulsystem. Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren besuchen vorerst die Grundschule. Dann folgt die Mittelschule für Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren. Anschließend besteht die Möglichkeit eine Oberschule für eine Altersgruppe von 13 bis 15 Jahren sowie eine weiterführende Oberschule für Jugendliche bis 17 Jahre zu besuchen. Am Ende steht ein Abschluss wie bei uns das Abitur. Alternativ gibt es auch noch eine spezielle technische Oberschule. Mit beiden letzteren Schulabschlüssen kann man an einer der Universitäten studieren, die entweder staatlich oder privat finanziert werden. Aber warum können dann immer noch so viele Menschen in Pakistan weder lesen noch schreiben?


Es fehlt an Geld ...
In der Praxis wird viel zu wenig für den Ausbau des Schulsystems getan. Zum einen fehlt es an Geld und zum anderen hindert die konservative Einstellung vieler Muslime die Eltern daran, ihre Kinder - vor allem die Mädchen - zur Schule zu schicken. Während 79 von 100 Jungen eingeschult werden, liegt der Anteil der Mädchen nur bei 67. Im Bildungswesen hinkt Pakistan dem Rest der Welt hinterher. So sollten eigentlich alle Kinder zumindest die Grundschule besuchen. Oft unterrichtet dann noch ein Lehrer 100 Schüler in einer Klasse. Manchmal gibt es auch gar keine Lehrer! Entweder werden sie nicht bezahlt oder sie kommen einfach nicht mehr. Dann stehen die Kinder ganz ohne Lehrer in der Schule. Dann schicken ihre Eltern die Kinder womöglich gar nicht mehr in die Schule, sondern lassen sie auf dem Feld arbeiten. Aber selbst wenn die Lehrer vor Ort sind, fehlen Schulbücher und wichtiges Material, mit dem man unterrichten kann. Und viele Lehrer sind nicht ausreichend ausgebildet, um den Kindern einen sinnvollen Unterricht bieten zu können. Folglich können immer noch 45 von 100 Menschen in Pakistan nicht richtig lesen und schreiben.


Quelle : Kinderweltreise.de

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